Bürgerbühne Unterföhring

Das Kulturamt Unterföhring bat Frau Prott um die Ausarbeitung eines theaterpädagogischen Konzeptes für das Bürgerhaus Unterföhring. Das fertige theaterpädagogische Konzept zielte auf einen generationsübergreifenden Teilnehmerkreis ab.

Das Projekt versteht sich als Teil der Bürgerbühne. Die Bürgerbühne, 2009 vom Staatstheater Dresden ins Leben gerufen, möchte mit diesem Forum in erster Linie kultur-ästhetische Bildungsarbeit unter professioneller Leitung und Regie leisten. 2019 feierte die Bürgerbühne ihr 4. Europäisches Festival und das zeigt den Erfolg und die Strahlkraft der Bürgerbühne. Sie ist zu einer der wichtigsten Innovationen der Theaterlandschaft geworden und hat sich zu einer festen Größe in Deutschland und Europa etabliert. Je nach Ausrichtung stehen die Spielclubs auf verschiedenen Levels.

Für die ersten beiden Projekte gab man der Jugend Priorität. Unter dem Namen „Junges Bürgerhaus“ erarbeiteten sie zwei Inszenierungen. Intensives professionelles Schauspieltraining und die Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Strukturen standen im Vordergrund.

Ziel bei der Bürgerbühne ist es, sowohl inhaltlich als auch ästhetisch zu experimentieren. Ein spannendes Feld, da die professionelle Arbeit mit Laienschauspielern immer noch relativ am Anfang ihrer Entwicklung steht. Die Textgrundlage der Inszenierung kann ein fertiges Stück sein, sowie Interviewmaterial oder Improvisationen.

Aktuelles Projekt
Das bayerische Amtsgericht im Königlichen Bürgerhaus (2023) die Aufführungstermine werden in Kürze bekannt gegeben

Aktualisierte Inszenierung des im Jahr 2020 entfallenen Stücks

In einer Gemeinde, die nah an der wunderschönen Isar liegt, ist es Brauch, dass sich die Bürger lustvoll aufs Heftigste streiten.

Einmal im Jahr bauen sie dafür ein Gericht in ihrem eigenen Bürgerhaus auf, das eigentlich gar kein Gericht ist. Ob Vereinsneid oder sonstiges – es geht stets hoch her, denn die Streitthemen gehen einfach nicht aus. Der Richter trägt dafür Sorge, dass die kochenden Emotionen sich am Ende beim Bier wohlwollend auflösen.

Ob ihm das aber immer gelingt? Werden Sie selbst Zeuge und genießen bei einer zünftigen Brotzeit die etwas ungewöhnliche und urkomisch schräge Gerichtsverhandlung – für Alteingesessene und zugezogene Ortsansässige als auch für Münchner, Preußen und  Auswärtige geeignet!

 

Vergangene Projekte
Ja, wo gibt’s denn so was? (2020)

Dies ist eine Corona-geeignete Ersatzinszenierung für das Stück „Das Bayerische Amtsgericht im Königlichen Bürgerhaus“, das ursprünglich im Rahmen der Feierlichkeiten zu „10 Jahre Bürgerhaus Unterföhring“ gezeigt werden sollte.

Wissen Sie, wie Sie nachts nach Unterföhring kommen – oder – kennen Sie die Erfindungen der Grundrechenarten – oder – was ist los, wenn die Gruberin auftreten will – oder – was macht man, wenn man einfach nur den Kulturpreis gewinnen will?

Lassen Sie sich an diesem Abend überraschen mit valentinesken Episoden von Philip Arp, verbunden mit humorigen Liedern und Texten der Bürgerbühne, geschrieben von Anschi Prott. An diesem Abend wird es lustig, schräg, spritzig-bissig und garantiert bayerisch. Alltägliches verwandelt sich ins Skurrile und Banales ins Absurde. Wenn Sie all das nicht verpassen wollen, dann empfehlen wir Ihnen, Ihr Sofa zu verlassen und sich ins Theatervergnügen zu stürzen!

Die Aufführungen fanden im Oktober 2020 im Bürgerhaus Unterföhring statt.

Kritik:

Mitwirkende:
Nadja Becker, Lukas Friedrich, Michael Gammel, Lara Kastner, Alina Leddin, Jaroslav Sawitsch, Luis Staiger,
Marvin Stöcker, Moritz Törsiep, Tobias Volner, Julian Wolf

Das bayerische Amtsgericht im Königlichen Bürgerhaus (2019/20) musste Corona-bedingt leider entfallen

Auf Grund Corona-bedingter Einschränkungen konnte dieses Stück leider nicht wie geplant zur Aufführung kommen.

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (2018/19)

Michael Endes Roman ist längst ein Klassiker der Literatur geworden und alles andere als verstaubt. Er spricht Themen an, die für jede Altersgruppe relevant sind:

Die Klimakatastrophen schreiten voran. Die Menschen versagen und deshalb beschließen die Tiere, den Hohen Rat zur Rettung der Erde zu gründen.

Die finsteren Kräfte der Unterwelt beauftragen den Zauberer Beeltzebub Irrwitzer mit der Zerstörung der Natur. Bei ihm und seiner ehemaligen Schulfreundin, der Aktienbaronin Tyti, auch Geldhexe genannt, wird die Luft dünn: Beide haben ihr Soll an Untaten noch nicht erfüllt, und bei so etwas versteht ihr Chef keinen Spaß.

Rabe Jakob und Kater Maurizio, Abgesandte des Hohen Rates der Tiere, werden Zeugen, wie die beiden einen teuflischen Plan aushecken: mit Hilfe des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches könnten beide ihren Rückstand an bösen Taten noch aufarbeiten. Maurizio und Jakob bleiben nur wenige Stunden. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ob die Menschheit nur noch durch ein Wunder gerettet werden kann, diese Frage konnte sich jeder im Publikum selbst stellen.

Und auch weitere versteckte Botschaften konnten die Zuschauer in dem Stück entdecken, stets verkleidet mit viel Witz und Humor, lustig, spannend, dramatisch und einfach wahnsinnig unterhaltsam.

Die Aufführungen fanden am 12. und 25. Januar 2019 im Bürgerhaus Unterföhring statt.

Kritik:

Mitwirkende:
Nadja Becker, Lukas Friedrich, Michael Gammel, Lara Kastner, Alina Leddin, Jaroslav Sawitsch, Luis Staiger, Marvin Stöcker, Moritz Törsiep, Tobias Volner, Julian Wolf

Der Kanzler – er MACHT mehr (2016/17)

Zuerst war geplant, das Stück „Die Welle“ mit den jungen Menschen zu inszenieren. Aus verschiedenen Gründen entschied man sich jedoch, stattdessen in einem iterativen Improvisationsprozess selbst ein Stück zu entwickeln rund um die Themen Mobbing, Manipulation und Rechtsextremismus. Es entstand das Stück „Der Kanzler – er MACHT mehr“.

Die neue Partei RfD gewinnt mit ihrem Bürgermeisterkandidaten in der Gemeinde Armingen die Wahl. Schon bald spürt die Gemeinde starke Veränderungen:

Aus Armingen wird Reichingen, die selbstherrliche RfD gewinnt zunehmend an Einfluss und Macht. Die wenigen Andersdenkenden werden aus der Dorfgemeinschaft gemobbt. Widerstand zwecklos. Mit Ironie, Witz und Sarkasmus bringt das Junge Bürgerhaus eine Politsatire auf die Bühne. Handlung und Bühnenfiguren sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden, toten, öffentlichen Personen wäre rein zufällig.

Die Aufführungen fanden am 22. und 23. September 2017 statt.

Kritik:

Mehr Bilder:

Mitwirkende:
Lukas Friedrich, Maria Abuter Grebe, Lara Kastner, Vincent Kruthof, Alina Leddin, Anita Martini, Alexandra Rader, Charlotte Reinecke, Luis Staiger, Madelin Schorb, Moritz Törsiep, Ramona Varoß, Fabrice Vetter, Tobias Volner. Gastmusiker: Philipp Kolb